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Ina Cygon



N A M

Das System der Naturgerechten Ausbildung-Methode für Pferde ist die pferdegerechteste und pferdefreundlichste  Ausbildung  auf der Grundlage moderner, wissenschaftlicher Erkenntnisse  über das Pferd und aus der Bewegungslehre, sowie nach den Prinzipien der klassischen Reitlehre. 
Es ist der einfache, klassische Weg zum rittigen Pferd.







  


                           Philosophie

Häufig führt den Pferdebesitzer der Weg der Erkenntnis nur über viele Versuche und einige Irrtümer zum Ziel und das Ziel heißt heute: Artgerechte Haltung und eine pferdegerechte Reitweise. Während eine artgerechte Haltung vielen Pferde- und Stallbesitzern bereits zur Selbst-
verständlichkeit geworden ist und zwischen ihnen weitgehende Überein-
stimmung herrscht, ist eine pferdegerechte Reitweise kaum bekannt. Eine pferdegerechte Ausbildungs-Methode und Reitweise - die diesen Namen wirklich verdient - muß immer zwei Komponente beinhalten:

         
 ●  Einmal die strikte Berücksichtigung der anatomischen,
                vor allem muskulären sowie psychischen Verhältnisse des   
               Pferdes - in die der Reiter sich einfügen muß -
           
●  zum anderen die Prinzipien der klassischen Reitlehre, da wo sie
               richtig sind und unabdingbar.   
           

 |   |              Zügelunabhängige Genickbiegung und schöne
                      Selbsthaltung des Pferdes; energische und raumgreifende
                      Bewegungen.   

Die meisten Freizeitpferde werden in einer völlig falsch verstandenen freien Haltung ohne jede Anlehnung geritten - was zwangsläufig zu Problemen führen muss - vor allem im Rücken. Denn bei hohem Kopf ist es biomechanisch unmöglich, das Pferd über den Rücken zu reiten. Bei Vertretern der sogenannten englischen Reiterei und des Turniersports fehlt meistens der pferdegerechte Aspekt. In diesem Bereich werden die Pferde oft in einer gewaltsam erzwungenen Genickbiegung und Anleh-
nung mit herunter- und zusammengezogenen Hälsen geritten (was fatale Folgen hat) - ohne Berücksichtigung der muskulären und auch psychishen Gegebenheiten beim Pferd.


|   |   |    Pferd mit zu hoher Kopfhaltung, weggedrücktem Rücken
                 und nachschleppender Hinterhand.*  | 

   
 |   |   |   Das Pferd behält alle diese Merkmale, auch wenn es vorne
                 mit Hilfszügel "in Haltung" gezogen wird.*  | 

 
 |   |   | Wird das Pferd vorne "hochgehoben" überrollt es sich
               und geht weiterhin auf der Vorhand.*  | 
 

 |   |      Muskeln eines verrittenen oder
              eines unentwickelten, rohen Pferdes.*


| * Diese Bilder stammen aus dem Buch "Springreiten" von Paalmann

Es ist daher nicht zu verwundern, dass laut Statistik in allen Disziplinen ein deutlicher Zuwachs an Krankheiten bei Pferden - vor allem im Wirbel
säulenbereich - zu beklagen ist. Das ist primär darauf zurückzuführen, dass das Pferd aufgrund seiner anatomischen Gegebenheiten keinesfalls ein Lasttier ist, sondern von der Natur als Lauftier konzipiert wurde! In dem Moment wo der Mensch sich auf ein Pferd setzt, verändern sich sofort dessen Verhältnisse. Die größten Probleme - die sich für jedes Pferd immer sofort einstellen - sind:
                     
Das Tragen des Reitergewichtes und
                     
das Entwickeln eines völlig neuen Balance- und Gleich-
                        gewichtsmusters.                   
Da das Pferd nicht über von der Natur vorgegebene - instinktive - Verhal-
tensmuster verfügt, die es befähigen könnten, diese Situation von sich aus zu bewältigen - muss jedes Pferd erst mühsam lernen, diese Fähig-
keiten zu entwickeln. Das bedeutet für das Pferd:
       
  Es muss das Reitergewicht so tragen, dass es durch dieses
            nicht in seinen natürlichen Bewegungsabläufen gestört ist, -
       
  und es muss erst lernen, unter dem Gewicht ausbalanciert zu
           gehen - zügelunabhängig !
           
Das kann nur funktionieren, wenn es lernt, das zusätzliche Gewicht mittels Nackenband und Kopf und Hals zu tragen. Diese anatomisch einzig richtige Tragekonstruktion, die das Pferd hat, kommt nur durch eine korrekte Dehnungshaltung in Aktion. Leider ist die korrekte Deh-
nungshaltung in ihrer Bedeutung und in ihren Auswirkungen, sowie in ihren unterschiedlichen Formen, in der gesamten Reitliteratur nicht eindeutig definiert. Vor allem führen die Techniken, die dort vorgeschla-
gen werden in den meisten Fällen nicht zu einer korrekten Dehnungs-
haltung. Das zweite Problem ist das Entwickeln einer völlig neuen
Balance. Die Erfahrung lehrt, dass junge Pferde, wenn man sie anreitet, sofort ihr natürliches Gleichgewicht verlieren und daher hin und her schwanken wie "Elbkähne auf hoher See". Das ist höchst unangenehm für Reiter und Pferd.

Geht man in diesem Fall dann - wie es leider immer geschieht - mit den Zügeln an das Pferdemaul heran und reitet die Pferde in Anlehnung, dann hört des Schwanken auf, weil alle Pferde sofort den Zügel und die Hand als Stütze benutzen - sozusagen als "fünftes Bein", um sich damit zu stabilisieren. Dann hat das Pferd keine Chance mehr, ein zügelunab-
hängiges Gleichgewicht- und Balancemuster zu entwickeln. Das Pferd bleibt dadurch abhängig von der Hand des Reiters. Selbst höher ausge-
bildete Pferde leiden ihr Leben lang unter diesem schwerwiegenden Manko.

 |   |   |                 Der Ausbinder gestattet es dem Pferd nicht, sich mit
                              Kopf und Hals vorwärts-abwärts zu dehnen. Es kann nur
                              rückwärts-abwärts und muß sich überrollen; die Pferde
                              lernen auf diese Weise nicht, Kopf und Hals zwanglos aus
                              der Schulter heraus fallen zu lassen, damit die einzig 
                              mögliche Trage-konstruktion, nämlich Tragen des Ge-
                              wichtes mittels Nackenband und Kopf und Hals, aktiv
                              wird, denn nur so kann der Rücken sich aufwölben und
                              entspannt sein.   
             

 Die Frage, die sich jeder ernsthafte Reiter stellen muß lautet:
                           Wie bekomme ich ein rittiges Pferd?
Ein Pferd, das angenehm, leicht und korrekt im Sinne klassischer Reit-
lehre zu reiten ist und welches durch das Reiten keinen Schaden nimmt-
sondern an Schönheit und Ausdruck gewinnt !

Die Voraussetzungen dafür bzw. die Kriterien der Rittigkeit sind immer:
      1.  Das Pferd muß
konstant über den Rücken- und Halsbogen gehen;
      2.  es muß zwanglos
durchs Genick gehen;
      3.  es muß eine
zügelunabhängige Selbsthaltung haben;
      4.  es muß sich beidseitig
gleichmäßig korrekt biegen lassen;
      5.  es muß geradegerichtet sein;
      6. es muß durchlässig sein;
      7. es muß in einer geschlossenen  Form gehen können - bzw. sich
          korrekt versammeln lassen.
Die
Naturgerechte Ausbildungs-Methode sieht ihre Aufgabe darin, die Prinzipien der klassischen Reitlehre mit den modernen, wissenschaflich fundierten Erkenntnissen über das Pferd und aus der Bewegungslehre sowie der Tierpsychologie in eine pferdegerechte Übereinstimmung zu bringen.
                     " Sie ist kein alternatives Reiten, sondern das Ergebnis
                      folgerichtigen Denkens, das sich aus dem modernen
                      Wissen über das Pferd logischerweise ergibt."   

                                                                                     - Rolf Becher -

 |   |   | Bei Aufrichtung der Vorhand
              sind die Folgen immer:
                        ●   Durchgedrückter Rücken,
                       
●   herausgedrückter Unterhals,
                       
  unnachgiebiges Genick,
                       
●   schleppende Hinterbeine
 
 /    /     Schulgerecht korrekte Versammlung aus korrekter Dehnungs-
             haltung heraus:

                       ●   Das Nackenband und die Nackenmuskeln bleiben
                       
     gedehnt
                       
  und damit der Rücken aufgewölbt,
                       
  infolgedessen zwanglose Genickbiegung und
                       
●   aktive, weiter untertretene Hinterbeine. 
                           

 /    /     Bei korrekter Dehnungshaltung:
                     
  läßt das Pferd den Hals fallen aus der Schulter heraus,
                     
  infolgedessen aufgewölbter Rücken,
                     
 ●   nach oben konvexer Halsbogen mit
                     
  zwangloser Genickbiegung und
                     
  aktiven Hinterbeinen.
 

 *Die Bilder oben stammen aus dem Buch
 "Hohe Schule mit der Doppellonge" von Philippe Karl
 
 |   |   So trägt ein junges Pferd seinen Reiter im Gleichgewicht:
                     
 ●  Rücken gerundet,
                     
●  tiefe Kopfhaltung,
                     
●  Reiter über dem Schwerpunkt des Pferdes,
                     
●  Hinterhand aktiv.   
 
   *Dieses Bild stammt aus dem Buch "Springreiten" von Paalmann  |   | 
 
Die in der Naturgerechten Ausbildungs-Methode geschulten Pferd,

             
    erfüllen alle Kriterien der Rittigkeit,
             
    sie haben keine Rückenprobleme,
             
    sie gehen völlig zwanglos durchs Genick bei losem bzw.
                     leichtem Zügel,
             
    und haben eine unabhängige Selbsthaltung.
Auch stark verrittene Pferde und solche mit Rückenproblemen erholen sich erstaunlich schnell, wenn sie in diesem System ausgebildet werden.

Sie ist heute ein
vollständiges Ausbildungs-System, das sich in besonde-
rer Weise eignet:
                     
●  für das Anreiten junger Pferde,
                     
●  für die weitere Ausbildung junger Dressur- und
                     
    Springpferde in den Grundlagen bis Klasse A und L   
                           (Anfänger und Leiche Klasse)

                      ●  für die Korrektur von Pferden mit Rittigkeitsproblemen
                      ●  für Pferde mit Rückenproblemen
                     
●  sowie für das Reiten von Freizeit-Pferden

                     Sie ist eine unbedingt pferdegerechte Ausbildungs-Methode,
                     die auf dezenten Einwirkungen bzw. Signalen beruht,
                     körperbetont und zügelunabhängig,       
                     Sie bringt wunderbar rittige Pferde hervor,
                     die losgelassen und geschmeidig in korrekter Form gehen
                     die pferdepsychologisch richtig belehrt und geschult sind.

Auf solchen Grundlagen läßt sich bis in höchste Klassen und in allen Sparten der Reiterei problemlos alles Weitere aufbauen.

/   /Bild 1 + 3
Das Pferd geht in einer korrekten,
tiefen Dehnungshaltung bei losem Zügel und läßt zwanglos aus der Schulter heraus Kopf und Hals fallen.
Dadurch wölbt sich der Rücken auf bei zwangloser Genickbiegung.
Das ist eine Voraussetzung daür, daß die Pferd bei weiterer Gymnasti-
zierung sich allmählich -
 von selber  -  Anheben in eine schöne Selbst-
haltung im horizontalen Gleichgewicht mit zwangloser Genickbiegung - bei losem Zügel.

|   |Bild 2 + 4
Hier haben sich die Pferde aus der tiefen Dehnungshaltung selber ange-
hoben aufgrund vermehrter Gewichtsaufnahme durch die Hinterbeine und Muskelzuwachs besonders am Hals in eine schöne zügelunabhän-
gige Selbsthaltung mit zwangloser Genickbiegung bei losen Zügeln, aufgewölbtem Rücken mit sehr schwungvollen raumgreifenden Bewe-
gungen.
 
|   |   |   |  Bilder 5 + 6
Hier hat sich das Pferd selber weiter aufgerichtet. Es geht korrekt über den Rücken- und Halsbogen, in einer geschlossenen Form mit sehr schwungvollen und raumgreifenden Bewegungen

 Erfüllen die Pferde alle Kriterien der Rittigkeit, lassen sie sich problemlos aus dem Dressursitz heraus weiter reiten. 
|   | Bild 6
Das Pferd ist auf den Dressursitz umgestellt; es bewegt sich schwungvoll und raumgreifend vorwärts und geht auch jetzt noch bei losem, innerem und leicht anstehenden äußeren Zügel zwanglos durchs Genick und über den Rücken- und Halsbogen.   
 
|   |  Bild 7
Das Pferd hat sich etwas mehr aufgenommen; es bewegt sich weiterhin über den Rücken- und Halsbogen bei zwangloser Genickbiegung.   
Anmerkung:
Die alten Meister wussten, dass der Reiter jederzeit in der Lage sein muß, den Zügel punktmäßig und fallweise wieder loszulassen, ohne dass dabei das Pferd seine zwanglose Genickbiegung und Haltung verliert -, sonst ist beides nicht reell. Die in der Naturgerechten Ausbildungs-
Methode ausgebildeten Pferde gehen jederzeit wieder an die Hand heran, so wie der Reiter es wünscht. Dabei gibt es ein "stramm am Band" grundsätzlich nicht.   

Um Ihnen einen klaren Überblick über den Weg der Ausbildung des Reitpferdes zu geben, habe ich eine Bilderfolge zusammengestellt
mit erklärendem Text - für ein noch besseres Verständnis:   

 |   |      Die tiefe Dehnungshaltung ist der Anfang jeglicher Ausbildung.
              Aus muskulären Gründen führ an ihr kein Weg vorbei.
             

 |   |      Nur aus dieser tiefen Dehnungshaltung  heben sich die Pferde
              allmählich
selber an- aufgrund eines schwungvollen Vorwärts-
              reitens und mit Hilfe der Lektionen.

   
 |   | ... und solange muss man warten! Man darf die Pferde niemals mit
             der Hand anheben. Dann verlieren die Pferde ihre Zwanglosigkeit,
             ihre zügelunabhängige Selbsthaltung und kommen nicht mehr

             konstant über den Rücken- und Halsbogen.

 |   |    Hier hat sich das Pferd selber aufgerichtet und geht im horizon-
            talen Gleichgewicht mit zwangloser Genickbiegung in zügelunab-
            hängiger Selbsthaltung. Der Reiter sitzt im korrekten Effektiven
            Leichten Sitz, der viel einfacher zu erlernen und zu reiten ist als
           der klassische Dressur-Sitz. Und der sich für die Grundausbildung
           sehr viel mehr eignet.

 
 |   | Hier läßt das Pferd zwanglose aus der Schulter heraus, Kopf und Hals fallen - bei losem Zügel. Aus dieser Haltung entsteht bei weiterem Anheben von Kopf und Hals die zwanglose Genickbiegung, und zwar auch bei losem Zügel. | 
 | 
 |   | Das ist auf diesem Bild sehr schön zu sehen. Da in der Natürlichen Pferde-Ausbildung die so wichtige Genick-biegung aus der 2. Phase der Dehnungshaltung entsteht, gehen diese Pferde auch noch bei losem Zügel durchs Genick. | 
 | 
 |   | Hier hat sich das Pferd selber angehoben bis in das horizontale Gleichgewicht. Es trägt sich zügelunabhängig selber - und geht zwanglos durchs Genick. | 
 | 
 |   | Korrektes Schulterherein mit 4 Hufspuren - nicht nur ein Schultervor, wie es leider meistens geritten wird. Der Reiter sitzt mit dem Gewicht außen, wie es alleine richtig ist. | 
 | 
 |   | Ein Galopp im Effektiven Leichten Sitz. Man sieht in dieser Phase der freien Schwebe sehr schön, wie das Pferd mit weit nach vorne gezogenen Hinterbeinen "durch die Luft" springt. | 
 | 
 |   | In der Naturgerechten Ausbildungs-Methode wird aus dem Sitz heraus gewendet, so dass man den inneren Zügel zum Wenden nicht benötigt. Es genügt vollständig, wenn das Pferd in die Wendung hineinsieht. Niemals wird das Pferd mit dem inneren Zügel in eine Wendung oder Biegung hineingezogen! Das würde ihm jede Möglichkeit für eine korrekte Biegung und Wendung nehmen. | 
 | 
 |   | Auch das Rückwärtsrichten erfolgt aus dem Sitz heraus - ohne jegliches Ziehen am Zügel. Nur so kann der gymnastische Sinn dieser so wichtigen Lektion erfüllt werden, nämlich die Gewichtsaufnahme durch die Hinterhand, was für eine korrekte Versammlung unbedingt notwendig ist. | 
 | 
 |   | Wird das Rückwärtsrichten so geritten, kann das Pferd sofort wieder aus dem Rückwärts in das Vorwärts gehen. Hieraus ist dann mit Leichtigkeit schon in einem frühen Stadium der Ausbildung die "Schaukel" zu entwickeln, welche die Pferde sehr durchlässig macht. | 
 | 
 |   | Da es sich bei diesem Pferd nicht um einen Andalusier handelt, sondern um ein dressurmäßig eher untalentiertes Springpferd, üben wir das Anheben der Vorderbeine. | 
 | 
 |   | Wir haben es sogar bis zur Pesade geschafft, wofür die Voraussetzung eine korrekte Piaffe ist. | 
 | 
 |   | Das Pferd beginnt, die Piaffe zu erlernen. Es ist noch nicht genügend gesetzt. Der Schenkel des Reiters liegt richtigerweise bei dieser Lektion etwas weiter zurück. | 
 | 
 |   | Bei dieser Piaffe ist das Pferd versammelter, mehr gesetzt und aufgerichtet. Der Reiter neigt den Oberkörper etwas nach vorne, um bei der stärkeren Versammlung Rücken und Hinterhand zunächst noch etwas zu entlasten. Das Vorderbein sollte noch mehr angehoben sein. | 
 | 
 |   | Der Reiter sitzt korrekt, locker und gut ausbalanciert im Gleichgewicht. Weil das Pferd eine wirkliche zügelunabhängige Selbsthaltung hat, geht es auch bei einem losen Zügel in zwangloser Genickbiegung und schöner Selbst-haltung. | 
 | 
 |   | Der Reiter sitzt korrekt im klassischen Dressur-Sitz mit langem Oberschenkel und tief liegendem Knie. Wegen der Versammlung des Pferdes liegt der Unterschenkel des Reiters etwas weiter zurück.
 Das Pferd geht versammelt, mit kürzeren, dafür aber erhabeneren Bewegungen. | 
 | 
 |   | Das Pferd zeigt einen optimalen Spanischen Schritt, der eine klassische Lektion ist und einer vermehrten Schulterfreiheit dient. Nur der äußere Zügel steht an, der innere hängt durch, weil auch hierbei das Pferd nicht "stramm am Band" geht. | 
 | 
 |   | Das Pferd geht ein korrektes Travers, mit hereingestellter Hinterhand. Das äußere Hinterbein tritt vor und über das innere. Die Vorhand geht auf dem ersten Hufschlag. Das Travers muss aus einem richtigen Schulterherein hervorgehen. | 
 | 
 |   | Das Pferd geht in sogenannter "Anlehnung", mit schöner Aufrichtung und zwangloser Genickbiegung. Dabei steht hier nur der äußere Zügel leicht an - der innere hängt deutlich durch, weil er für eine korrekte Anlehnung und Genickbiegung nicht benötigt wird -, jedenfalls nicht bei Pferden, die in der Naturgerechten Methode ausgebildet sind. | 
 | 
 |   | Eine ganze Parade, bei der das Pferd leicht in der Hand bleibt und mit seinen geschlossenen Hinterbeinen im Hüftlot steht - also unter dem Gewicht. Da in der Naturgerechten Ausbildungs-Methode die Paraden mit dem Sitz gegeben werden, bleiben die Pferde leicht am Schenkel und an der Hand. Sie sind sehr durchlässig. | 
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 |   | Eine sehr schöne Pesade - die Vollendung der Versammlung bzw. der Hankenbeuge. Für diese Lektion ist eine korrekte Piaffe die Voraussetzung. Die Vorderbeine dürften noch etwas mehr geschlossen sein. | 
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 |   | Nicht immer gelingt dieselbe Lektion in gleicher Weise.  | 
 | 
 | Es ist darauf hinzuweisen, dass das Pferd auf jedem Bild eine unbedingte Losgelassenheit, Lockerheit und Zufriedenheit zeigt. Man sieht, dass die so wichtige Genickbiegung ganz zwanglos ist - und auch noch bei losem Zügel bestehen bleibt.
 Das gelingt nur, wenn sie aus der zweiten Phase der Dehnungshaltung heraus entsteht - und nicht wie sonst üblich mit der Hand über den Zügel erzwungen wird. Außerdem zeigt das Pferd immer eine wirklich zügelunabhängige Selbsthaltung, die nur mittels strikt loser Zügel in den ersten Zeiten der Ausbildung entstehen kann. Das haben moderne Erkenntnisse aus der Neurophysiologie erwiesen. Geht das Pferd von Anfang an "stramm am Band" - wie es leider vorwiegend gemacht und gelehrt wird - kann sich eine solche zügelunabhängige Selbsthaltung nicht bilden. Das Pferd kann so niemals konstant wirklich leicht in der Hand sein, weil es den Zügel mehr oder weniger als Stütze benutzt. Zu beachten ist ferner, dass das Pferd nur auf Trense geritten wird -, und das auch in den höheren Lektionen und in der Versammlung. Wenn vorwiegend eine Kandare für die Ausbildung benutzt wird, entspricht das nicht einer unbedingtenZwanglosigkeit und Légèreté. Wenn man auch sagen muss, dass die Kandare für die Versammlung - und nur für diese - eine Berechtigung hat, weil sie hier wie der Punkt auf dem "I" wirken kann.
 Scharfe Gebisse werden grundsätzlich in der Natürlichen Ausbildungs-Methode nicht benötigt. Da es sich hier nicht um ein talentiertes Dressur-Pferd handelt, sondern um ein mittelmäßiges kleines Springpferd mit etlichen Mängeln im Interieur und Exterieur zeigt sich, dass man im System der Natürlichen Ausbildung auch einem eher untalentierten schwierigen Pferd Lektionen der Hohen Schule beibringen kann, wenn nur die Grundlagen stimmen bzw. die Kriterien der Rittigkeit.  Was Sie wissen sollten: Wollen Sie ein Pferd haben, das leicht, angenehm und korrekt zu reiten ist, dann müssen Sie diesem eine solide Grundausbildung geben. Diese beruht immer auf den Kriterien der Rittigkeit, die stets die gleichen sind, sowohl für das Freizeit-Pferd, wie auch für das Turnier- oder Profi-Pferd. Die Kriterien der Rittigkeit sind: Das Pferd muss konstant über den Rücken- und Halsbogen gehen.
Anders kann es seinen Reiter nicht problemlos tragen -, weil es sonst in seinen natürlichen Bewegungsabläufen behindert ist.

Es muss zwanglos durchs Genick gehen.
 Das Genick ist das erste Gelenk der ganzen Wirbelreihe durch das alle Bewegungsenergien hindurch fließen müssen, von hinten nach vorne und umgekehrt. Wirklich zwanglos kann sie nur dann sein, wenn sie aus der zweiten Phase der Dehnungshaltung heraus entsteht. Wird sie mit den Zügeln erzwungen - wie heute üblich ist -kann sie nicht zwanglos sein.
 
Es muss eine zügelunabhängige Selbsthaltung haben.
Hat es diese nicht, wird es immer - mehr oder weniger - schwer auf der Hand liegen und in dieser eine Stütze suchen, denn sein natürliches Gleichgewicht ist durch das zusätzliche Gewicht des Reiters verloren gegangen. Diese zügelunabhängige Selbsthaltung muss jedes Pferd neu erlernen. Das ist nur mit anfänglich losen bzw. durchhängenden Zügeln möglich. Wissenschaftliche Forschungen bestätigen das.

Es muss geradegerichtet sein.
Da jedes Pferd von Natur aus schief ist, muß diese Schiefe ausgeglichen werden, weil ein schiefes Pferd weder wirklich gehorsam noch durchlässig ist.

Es muss durchlässig sein.
Es muss alle Bewegungsenergien und Tempounterschiede durch seinen ganzen Körper hindurchlassen, von vorne nach hinten und umgekehrt. Ohne Durchlässigkeit ist ein Pferd nicht wirklich gehorsam und korrekt zu reiten.Diese fünf genannten Kriterien der Rittigkeit sind gleichzeitig die fünf Probleme, die der Reiter immer sofort hat, wenn er sich auf ein rohes, noch ungerittenes oder auch unrittiges Pferd setzt.

Man muß sich darüber im klaren sein, dass es diese fünf Probleme nicht nur immer gibt, sondern auch schon immer zu allen Zeiten gegeben hat, nämlich seit der Mensch versucht, ein Pferd zu reiten. Das beruht auf den anatomischen vor allem muskulären und psychischen Verhältnissen des Pferdes, die sich seit Tausenden von Jahren nicht geändert haben. Und dafür hat man schon immer zu allen Zeiten nach Lösungen gesucht, die oftmals keine waren, weil sie auf Unkenntnis der muskulären und psychischen Zusammenhänge beruhten. Vielfach waren sie mit Zwang und sogar Gewalt verbunden und keine Wege, sondern Irrwege, die sich leider manchmal bis heute erhalten haben.

Es wird jedem Reiter verständlich sein, dass er durch eine entsprechende Grundausbildung seines Pferdes diese fünf Probleme beheben muss - und in die fünf Kriterien der Rittigkeit umzuwandeln hat. Das bedeutet für jedes Pferd immer einen körperlichen und psychischen Umformungsprozess. Aufgrund der Unwissenheit über diese anatomischen bzw. muskulären und psychischen Verhältnisse beim Pferd sowie einem Mangel an Einfühlungsvermögen und ethischer Grundeinstellung entstehen viele Fehler in der Ausbildung und eine falsche Reitweise, die nicht nur einen dauerhaften Erfolg verhindern, sondern auch viele gesundheitliche Schäden und sogenannte Untugenden verursachen. Jedem Reiter stellen sich folgende Fragen: Wie erhalte ich ein rittiges Pferd -, das den gewünschten und erforderlichen Kriterien entspricht?

Wie bleibt es gesund und leistungsstark bis ins hohe Alter - und präsentiert sich in korrekter und ästhetisch schöner Bewegung?

Wie kann es den gestellten Anforderungen entsprechen und die gewünschten Fertigkeiten erwerben, sei es eines Freizeitreiters oder Turnierreiters.
Nur dann, wenn das erreicht wird, ist das Reiten und Ausbilden eines Pferdes ein Genuss und ein Vergnügen! Und genau das soll es doch sein - und nicht zuletzt auch für unsere Pferde. Denn wir brauchen sie heute weder für die Fortbewegung, noch für den Ackerbau oder den Krieg. Mit einer dominanten Handeinwirkung, mit der heute leider vorwiegend geritten wird, ist das nicht zu erreichen. Solche Pferde werden mit der Hand durchs Genick gezwungen. Sie sind daher meistens zu eng im Hals und stehen auf dem Kopf. Sie haben einen mehr oder weniger verkrampften Rücken und es mangelt ihnen an wirklicher körperlicher und psychischer Losgelassenheit sowie zügelunabhängiger Selbsthaltung. Auch eine schulgerechte korrekte Versammlung ist so nicht möglich. Hier bietet die Naturgerechte Pferde-Ausbildung ein vollständiges System für die Grundausbildung an, das nicht nur pferdegerecht, sondern zugleich klassisch ist. Diese Methode berücksichtigt die muskulären und psychischen Gegebenheiten beim Pferd in einer Weise wie es sonst kein anderes System der Ausbildung tut und kann. Diese so wichtige Grundausbildung reicht vom Anreiten bis Klasse A (Anfänger) und
L (Leichte). Sie eignet sich daher für jedes Pferd -, sei es ein Freizeit- oder Turnierpferd.  Diese Ausbildungs-Methode ist viel leichter umzusetzen als die meisten anderen. Sie bietet die besten Voraussetzungen für eine anschließende Spezialisierung in Dressur, Springen oder Vielseitigkeit. Der Reiter lernt in der Naturgerechten Pferde-Ausbildung: Wie man mit dem Effektiven Leichten Sitz, der sehr viel leichter zu erlernen ist als der schwierige klassische Dressursitz, dem Pferd den Rücken frei gibt -, seine empfindliche und schwache Bewegungszentrale, die von der Natur für eine horizontale Fortbewegung gedacht worden ist und nicht für eine vertikale zusätzliche Belastung.

Der Reiter lernt die verschiedenen Phasen der Dehnungshaltung kennen und die daraus entstehende zwanglose Genickbiegung. Sowie die enorme Bedeutung einer langen Kopf-Hals-Achse. Und wie man eine zügelunabhängige Selbsthaltung herstellt.

Er lernt die so wichtigen Lektionen der Klassen A und L kennen und verstehen - und wie sie mit einer optimalen Technik zu reiten sind, die nicht nur den natürlichen Bewegungsabläufen des Pferdes entspricht, sondern die auch logisch ist.Dem entsprechend sind die Ergebnisse nicht nur bestechend, sondern auch gegenüber anderen Systemen einfach zu erhalten. Das Geniale dieser Ausbildungs-Methode zeigt sich allerdings nur dann wirklich, wenn der Reiter dieses System konsequent und langfristig umsetzt. Erfüllt das Pferd alle Kriterien der Rittigkeit und haben sich diese im Pferd sicher verankert, kann es problemlos auf den klassischen Dressur-Sitz umgestellt werden. Es handelt sich bei dieser Art der Ausbildung nicht um eine neu erfundene Reitweise aus heutiger Zeit, sondern sie ist bereits über 100 Jahre alt und stammt ursprünglich aus den italienischen Schulen. Ihr Entdecker war der große Federico Caprilli (1968 bis 1907). Rolf Becher hat vor dem zweiten Weltkrieg als Reitlehrer der Kavallerie-Schule von Hannover diese Methode aufgriffen und sie anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse begründet und lehrbar gemacht. Sie wurde dort zu dieser Zeit perfekt und mit internationalem Erfolg geritten. Das Buch "Der Reiter formt das Pferd" von Prof. Otto Zietschmann und Dr. Udo Bürger (im FN-Verlag aufgelegt und 1939 erstmalig erschienen) ist die wissenschaftliche Grundlage der Natürlichen Pferde-Ausbildung.  Der Nutzen und die Notwendigkeit einer Sache
machen sie uns wertvoll, egal wie wir sie benennen. Viele Reiter wollen jedoch in ihrer Unwissenheit
verharren, weil ihnen diese vertraut und bequem ist. "Man kann die Wahrheit
nicht ins Feuer werfen,
sie ist das Feuer"
Dürrenmatt 
| Wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie mich! 

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© Ina Cygon - Zentrum der Naturgerechten Ausbildung  
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