Willkommen  auf   der  Website  von 

Ina Cygon



N A M

Das System der Naturgerechten Ausbildung-Methode für Pferde ist die pferdegerechteste und pferdefreundlichste  Ausbildung  auf der Grundlage moderner, wissenschaftlicher Erkenntnisse  über das Pferd und aus der Bewegungslehre, sowie nach den Prinzipien der klassischen Reitlehre. 
Es ist der einfache, klassische Weg zum rittigen Pferd.

                           Philosophie

Häufig führt den Pferdebesitzer der Weg der Erkenntnis nur über viele Versuche und einige Irrtümer zum Ziel und das Ziel heißt heute: Artgerechte Haltung und eine pferdegerechte Reitweise. Während eine artgerechte Haltung vielen Pferde- und Stallbesitzern bereits zur Selbst-
verständlichkeit geworden ist und zwischen ihnen weitgehende Überein-
stimmung herrscht, ist eine pferdegerechte Reitweise kaum bekannt. Eine pferdegerechte Ausbildungs-Methode und Reitweise - die diesen Namen wirklich verdient - muß immer zwei Komponente beinhalten:

         
 ●  Einmal die strikte Berücksichtigung der anatomischen,
                vor allem muskulären sowie psychischen Verhältnisse des   
               Pferdes - in die der Reiter sich einfügen muß -
           
●  zum anderen die Prinzipien der klassischen Reitlehre, da wo sie
               richtig sind und unabdingbar.   
           

 |   |              Zügelunabhängige Genickbiegung und schöne
                      Selbsthaltung des Pferdes; energische und raumgreifende
                      Bewegungen.   

Die meisten Freizeitpferde werden in einer völlig falsch verstandenen freien Haltung ohne jede Anlehnung geritten - was zwangsläufig zu Problemen führen muss - vor allem im Rücken. Denn bei hohem Kopf ist es biomechanisch unmöglich, das Pferd über den Rücken zu reiten. Bei Vertretern der sogenannten englischen Reiterei und des Turniersports fehlt meistens der pferdegerechte Aspekt. In diesem Bereich werden die Pferde oft in einer gewaltsam erzwungenen Genickbiegung und Anleh-
nung mit herunter- und zusammengezogenen Hälsen geritten (was fatale Folgen hat) - ohne Berücksichtigung der muskulären und auch psychishen Gegebenheiten beim Pferd.


|   |   |    Pferd mit zu hoher Kopfhaltung, weggedrücktem Rücken
                 und nachschleppender Hinterhand.*  | 

   
 |   |   |   Das Pferd behält alle diese Merkmale, auch wenn es vorne
                 mit Hilfszügel "in Haltung" gezogen wird.* 

 
 |   |   | Wird das Pferd vorne "hochgehoben" überrollt es sich
               und geht weiterhin auf der Vorhand.* 
 

 |   |      Muskeln eines verrittenen oder
              eines unentwickelten, rohen Pferdes.*


  * Diese Bilder stammen aus dem Buch "Springreiten" von Paalmann

Es ist daher nicht zu verwundern, dass laut Statistik in allen Disziplinen ein deutlicher Zuwachs an Krankheiten bei Pferden - vor allem im Wirbel
säulenbereich - zu beklagen ist. Das ist primär darauf zurückzuführen, dass das Pferd aufgrund seiner anatomischen Gegebenheiten keinesfalls ein Lasttier ist, sondern von der Natur als Lauftier konzipiert wurde! In dem Moment wo der Mensch sich auf ein Pferd setzt, verändern sich sofort dessen Verhältnisse. Die größten Probleme - die sich für jedes Pferd immer sofort einstellen - sind:
                     
Das Tragen des Reitergewichtes und
                     
das Entwickeln eines völlig neuen Balance- und Gleich-
                        gewichtsmusters.                   
Da das Pferd nicht über von der Natur vorgegebene - instinktive - Verhal-
tensmuster verfügt, die es befähigen könnten, diese Situation von sich aus zu bewältigen - muss jedes Pferd erst mühsam lernen, diese Fähig-
keiten zu entwickeln. Das bedeutet für das Pferd:
       
  Es muss das Reitergewicht so tragen, dass es durch dieses
            nicht in seinen natürlichen Bewegungsabläufen gestört ist, -
       
  und es muss erst lernen, unter dem Gewicht ausbalanciert zu
           gehen - zügelunabhängig !
           
Das kann nur funktionieren, wenn es lernt,
                    das zusätzliche Gewicht mittels
Nackenband und Kopf und
                   
Hals zu tragen.
Diese anatomisch einzig richtige Tragekonstruktion, die das Pferd hat, kommt nur durch eine korrekte Dehnungshaltung in Aktion. Leider ist die korrekte Dehnungshaltung in ihrer Bedeutung und in ihren Auswir-
kungen, sowie in ihren unterschiedlichen Formen, in der gesamten Reitliteratur nicht eindeutig definiert.
Vor allem führen die Techniken, die dort vorgeschlagen werden in den meisten Fällen nicht zu einer korrekten Dehnungshaltung. Das zweite Problem ist das Entwickeln einer völlig neuen Balance. Die Erfahrung lehrt, dass junge Pferde, wenn man sie anreitet, sofort ihr natürliches Gleichgewicht verlieren und daher hin und her schwanken wie "Elbkähne auf hoher See". Das ist höchst unangenehm für Reiter und Pferd.

Geht man in diesem Fall dann - wie es leider immer geschieht - mit den Zügeln an das Pferdemaul heran und reitet die Pferde in Anlehnung, dann hört des Schwanken auf, weil alle Pferde sofort den Zügel und die Hand als Stütze benutzen - sozusagen als "fünftes Bein", um sich damit zu stabilisieren. Dann hat das Pferd keine Chance mehr, ein zügelunab-
hängiges Gleichgewicht- und Balancemuster zu entwickeln. Das Pferd bleibt dadurch abhängig von der Hand des Reiters. Selbst höher ausge-
bildete Pferde leiden ihr Leben lang unter diesem schwerwiegenden Manko, das sich immer negativ auf das Gehen des Pferde und auf alle Lektionen auswirkt.

 |   |   |                 Der Ausbinder gestattet es dem Pferd nicht, sich mit
                              Kopf und Hals vorwärts-abwärts zu dehnen. Es kann nur
                              rückwärts-abwärts und muß sich überrollen; die Pferde
                              lernen auf diese Weise nicht, Kopf und Hals zwanglos aus
                              der Schulter heraus fallen zu lassen, damit die einzig 
                              mögliche Trage-konstruktion, nämlich Tragen des Ge-
                              wichtes mittels Nackenband und Kopf und Hals, aktiv
                              wird, denn nur so kann der Rücken sich aufwölben und
                              entspannt sein.   
             

 Die Frage, die sich jeder ernsthafte Reiter stellen muß lautet:
                           Wie bekomme ich ein rittiges Pferd?
Ein Pferd, das angenehm, leicht und korrekt im Sinne klassischer Reit-
lehre zu reiten ist und welches durch das Reiten keinen Schaden nimmt-
sondern an Schönheit und Ausdruck gewinnt !

Die Voraussetzungen dafür sind immer die Kriterien der Rittigkeit - und
diese sind
immer:
      1.  Das Pferd muß
konstant über den Rücken- und Halsbogen gehen;
      2.  es muß zwanglos
durchs Genick gehen;
      3.  es muß eine
zügelunabhängige Selbsthaltung haben;
      4.  es muß sich beidseitig
gleichmäßig korrekt biegen lassen;
      5.  es muß geradegerichtet sein;
      6. es muß durchlässig sein;
      7. es muß in einer geschlossenen  Form gehen können - bzw. sich
          korrekt versammeln lassen.
Alle diese Punkte sind die Grundlagen der Ausbildung bzw. bilden die Grundausbildung eines jeden Reitpferdes.
Die
Naturgerechte Ausbildungs-Methode sieht ihre Aufgabe darin, die Prinzipien der klassischen Reitlehre mit den modernen, wissenschaflich fundierten Erkenntnissen über das Pferd und aus der Bewegungslehre sowie der Tierpsychologie in eine pferdegerechte Übereinstimmung zu bringen.
                     " Sie ist kein alternatives Reiten, sondern das Ergebnis
                      folgerichtigen Denkens, das sich aus dem modernen
                      Wissen über das Pferd logischerweise ergibt."   

                                                                                     - Rolf Becher -

 |   |   | Bei Aufrichtung der Vorhand
              sind die Folgen immer:
                        ●   Durchgedrückter Rücken,
                       
●   herausgedrückter Unterhals,
                       
  unnachgiebiges Genick,
                       
●   schleppende Hinterbeine
 
 /    /     Schulgerecht korrekte Versammlung aus korrekter Dehnungs-
             haltung heraus:

                       ●   Das Nackenband und die Nackenmuskeln bleiben
                       
     gedehnt
                       
  und damit der Rücken aufgewölbt,
                       
  infolgedessen zwanglose Genickbiegung und
                       
●   aktive, weiter untertretene Hinterbeine. 
                           

 /    /     Bei korrekter Dehnungshaltung:
                     
  läßt das Pferd den Hals fallen aus der Schulter heraus,
                     
  infolgedessen aufgewölbter Rücken,
                     
 ●   nach oben konvexer Halsbogen mit
                     
  zwangloser Genickbiegung und
                     
  aktiven Hinterbeinen.
 

 *Die Bilder oben stammen aus dem Buch
 "Hohe Schule mit der Doppellonge" von Philippe Karl
 
 |   |   So trägt ein junges Pferd seinen Reiter im Gleichgewicht:
                     
 ●  Rücken gerundet,
                     
●  tiefe Kopfhaltung,
                     
●  Reiter über dem Schwerpunkt des Pferdes,
                     
●  Hinterhand aktiv.   
 
   *Dieses Bild stammt aus dem Buch "Springreiten" von Paalmann   

Die in der Naturgerechten Ausbildungs-Methode geschulten Pferd,

             
    erfüllen alle Kriterien der Rittigkeit,
             
    sie haben keine Rückenprobleme,
             
    sie gehen völlig zwanglos durchs Genick bei losem bzw.
                     leichtem Zügel,
             
    und haben eine unabhängige Selbsthaltung.
Auch stark verrittene Pferde und solche mit Rückenproblemen erholen sich erstaunlich schnell, wenn sie in diesem System ausgebildet werden.

Sie ist heute ein
vollständiges Ausbildungs-System, das sich in besonde-
rer Weise eignet:
                     
●  für das Anreiten junger Pferde,
                     
●  für die weitere Ausbildung junger Dressur- und
                     
    Springpferde in den Grundlagen bis Klasse A und L   
                           (Anfänger und Leiche Klasse)

                      ●  für die Korrektur von Pferden mit Rittigkeitsproblemen
                      ●  für Pferde mit Rückenproblemen
                     
●  sowie für das Reiten von Freizeit-Pferden

                     Sie ist eine unbedingt pferdegerechte Ausbildungs-Methode,
                     die auf dezenten Einwirkungen bzw. Signalen beruht,
                     körperbetont und zügelunabhängig,       
                     Sie bringt wunderbar rittige Pferde hervor,
                     die losgelassen und geschmeidig in korrekter Form gehen
                     die pferdepsychologisch richtig belehrt und geschult sind.

Auf solchen Grundlagen läßt sich bis in höchste Klassen und in allen Sparten der Reiterei problemlos alles Weitere aufbauen.

/   /Bild 1 + 3
Das Pferd geht in einer korrekten,
tiefen Dehnungshaltung bei losem Zügel und läßt zwanglos aus der Schulter heraus Kopf und Hals fallen.
Dadurch wölbt sich der Rücken auf bei zwangloser Genickbiegung.
Das ist eine Voraussetzung daür, daß die Pferd bei weiterer Gymnasti-
zierung sich allmählich -
 von selber  -  Anheben in eine schöne Selbst-
haltung im horizontalen Gleichgewicht mit
zwangloser Genickbiegung - bei losem Zügel.
|   |Bild 2 + 4
Hier haben sich die Pferde aus der tiefen Dehnungshaltung selber ange-
hoben aufgrund vermehrter Gewichtsaufnahme durch die Hinterbeine und Muskelzuwachs besonders am Hals in eine schöne
zügelunabhän-
gige Selbsthaltung mit zwangloser Genickbiegung bei losen Zügeln, aufgewölbtem Rücken mit sehr schwungvollen raumgreifenden Bewe-
gungen.
 
|   |   |   |  Bilder 5 + 6
Hier hat sich das Pferd selber weiter aufgerichtet. Es geht korrekt über den Rücken- und Halsbogen, in einer geschlossenen Form  - und auch hier mit sehr schwungvollen und raumgreifenden Bewegungen.

 Erfüllen die Pferde alle Kriterien der Rittigkeit, lassen sie sich problemlos aus dem Dressursitz heraus weiter reiten. 
|   | Bild 7
Das Pferd ist auf den Dressursitz umgestellt; es bewegt sich schwungvoll und raumgreifend vorwärts und geht auch jetzt noch bei losem, innerem und leicht anstehenden äußeren Zügel zwanglos durchs Genick und über den Rücken- und Halsbogen.   
 
|   |  Bild8
Das Pferd hat sich etwas mehr aufgenommen; es bewegt sich weiterhin über den Rücken- und Halsbogen bei zwangloser Genickbiegung.   
Anmerkung:
Die alten Meister wussten, dass der Reiter jederzeit in der Lage sein muß, den Zügel punktmäßig und fallweise wieder loszulassen, ohne dass dabei das Pferd seine zwanglose Genickbiegung und Haltung verliert -, sonst ist beides nicht reell. Die in der
Naturgerechten Ausbildungs-
Methode ausgebildeten Pferde gehen jederzeit wieder an die Hand heran, so wie der Reiter es wünscht. Dabei gibt es ein "stramm am Band" grundsätzlich nicht.   

                                             Bilderfolge

Um Ihnen einen klaren Überblick über den Weg der Ausbildung des Reitpferdes zu geben - und um Ihnen ein noch besseres Verständnis zu ermöglichen,  habe ich eine Bilderfolge zusammengestellt mit erklären-
dem Text - vom Anreiten bis in höhere Klassen.

 |1   |    Die tiefe Dehnungshaltung ist der Anfang jeglicher Ausbildung.
              Aus muskulären Gründen führt an ihr kein Weg vorbei.
             

 | 2  |   Nur aus dieser tiefen Dehnungshaltung  heben sich die Pferde
              allmählich
selber an - aufgrund eines schwungvollen Vorwärts-
              reitens und mit Hilfe der Lektionen.

   
 |3   | ... und solange muss man warten! Man darf die Pferde niemals mit
             der Hand anheben. Dann verlieren die Pferde ihre Zwanglosigkeit,
             ihre zügelunabhängige Selbsthaltung und kommen nicht mehr

             konstant über den Rücken- und Halsbogen.

 | 4  |  Hier hat sich das Pferd selber aufgerichtet - aufgrund weiterer
            Ausbildung in der NAM - und geht im horizontalen Gleichgewicht
            mit zwangloser Genickbiegung in zügelunabhängiger Selbsthal-
            tung.
            Der Reiter sitzt im richtigen Effektiven Leichten Sitz, der viel ein-
            facher zu erlernen und zu reiten ist als der klassische Dressur-Sitz.
            Und der sich für die Grundausbildung sehr viel mehr eignet als der
            Dressursitz.
                 

 | 5  |  Auch hier läßt das Pferd zwanglose aus der Schulter heraus, Kopf
            und  Hals fallen und geht in einer tiefen Dehnungshaltung  - wobei
            es mit raumgreifenden Bewegungen über den Rücken- und Halsbo-
            gen schwingt.
            Nur aus
dieser Haltung heraus entsteht bei weiterer Gymnastizie-
            rung ein
selbständiges Anheben von Kopf und Hals mit einer
            zwanglosen Genickbiegung - bei losem Zügel.

       
 |6  |  Das ist auf diesem Bild sehr schön zu sehen,
           

 |7   | Hier hat sich das Pferd selber angehoben bis in das horizontale
           Gleichgewicht. Es trägt sich zügelunabhängig selber - und geht
           zwanglos durchs Genick.
 

 |8  | Korrektes Schulterherein mit 4 Hufspuren - so wie die alten Meister
          es ritten - nicht nur ein Schultervor, wie es leider heute meistens
          nur geritten wird (auf diese Weise hat es keine versammelnde Wir-            kung).
         Der Reiter sitzt mit dem Gewicht bzw. seinem Schwerpunkt nach
         außen, da auch das Pferd sich mit seinem eigenen Schwerpunkt                 und seinem Gewicht nach außen bewegt.   
                 

 |9 | Ein Galopp im Effektiven Leichten Sitz. Man sieht in der Phase der
          freien Schwebe sehr schön, wie das Pferd sich rund macht und mit
          weit nach vorne gezogenen Hinterbeinen "durch die Luft" springt.
         

 |10|In der Naturgerechten Ausbildungs-Methode wird aus dem Sitz
          heraus gewendet, so dass man den inneren Zügel zum Wenden 
          nicht benötigt. Es genügt vollständig, wenn das Pferd in die Wen-
          dung hineinsieht. Niemals wird das Pferd mit dem inneren Zügel
          in eine Wendung oder Biegung hineingezogen! Das nimmt ihm
          jede Möglichkeit sich für eine Wendung korrekt zu biegen.
          (Damit ist jede Wendung gleich welcher Art nur eine Richtungs-
          änderug und keine gymnastische Übung.)

 
|11| Auch das Rückwärtsrichten erfolgt nur aus dem Sitz heraus - ohne
          jegliches Ziehen am Zügel. Nur so kann der gymnastische Sinn die-   
         ser so wichtigen Lektion erfüllt werden, nämlich die Gewichtsauf-               nahme durch die Hinterhand, was für eine korrekte Versammlung
         unbedingt notwendig ist.
   

 |12|Wird das Rückwärtsrichten so geritten, kann das Pferd sofort
          wieder aus dem Rückwärts in das Vorwärts gehen. Hieraus ist dann
          mit Leichtigkeit schon in einem frühen Stadium der Ausbildung die
         "Schaukel" zu entwickeln, welche die Pferde sehr durchlässig macht
         
 
 |13|Da es sich bei diesem Pferd nicht um einen Andalusier handelt, son-
         dern um ein dressurmäßig eher untalentiertes Springpferd, üben
          wir das Anheben der Vorderbeine. 

   
 |14|Wir haben es sogar bis zur Pesade geschafft, wofür die Vorausset-
          zung eine korrekte Piaffe ist.
 

 |15|Bei der Piaffe ist das Pferd mehr gesetzt und aufgerichtet. Der
          Reiter neigt den Oberkörper etwas nach vorne, um bei der stär-
          keren Versammlung Rücken und Hinterhand zunächst noch
          etwas zu entlasten. Das Vorderbein muß noch mehr angehoben
          sein.   

   
 |16|Der Reiter sitzt korrekt, locker und gut ausbalanciert im Gleich-
          gewicht. Das Pferd hat eine schöne zügelunabhängige Selbsthal-
          tung und Genickbiegung - und schwingt dabei mit energischen,
          raumgreifenden Bewegungen über den Rücken- und Halsbogen. 
           

 |17|Der Reiter sitzt im korreten klassischen Dressur-Sitz mit langem
          Oberschenkel und tief liegendem Knie. Wegen der Versammlung
          des Pferdes liegt der Unterschenkel des Reiters etwas weiter zu-
          rück. Das Pferd geht versammelt, mit kürzeren, dafür aber erhabe-
          neren Bewegungen       


 |18|Das Pferd zeigt einen optimalen Spanischen Schritt, der eine
         
klassische Lektion ist und einer vermehrten Schulterfreiheit dient.
          Nur der äußere Zügel steht an, der innere hängt durch, weil auch
          hierbei das Pferd nicht "stramm am Band" geht. Es hebt von sich
          aus Kopf und Hals sehr hoch, weil es anders sonst nicht die notwen-
          dige Schulterfreit hätte.


|19| Das Pferd geht ein korrektes Travers, mit hereingestellter Hinter-     
          hand. Das äußere Hinterbein tritt vor und über das innere. Die
          Vorhand geht auf dem ersten Hufschlag. Das Travers muss aus
          einem richtigen Schulterherein hervorgehen.
 

 |20|Das Pferd geht in sogenannter "Anlehnung", mit schöner Aufrich-     
          tung und zwangloser Genickbiegung. Dabei steht hier nur der
          der äußere Zügel leicht an - der innere hängt deutlich durch, weil
          er für eine korrekte "Anlehnung" und Genickbiegung nicht benötigt
          wird.

 |21 Eine ganze Parade, bei der das Pferd leicht in der Hand bleibt und
        mit seinen geschlossenen Hinterbeinen im Hüftlot steht - also unter         dem Gewicht. Da in der Naturgerechten Ausbildungs-Methode die
       Paraden nur mit dem Sitz gegeben werden, sind die Pferde sehr   
       durchlässig - und zeigen schon früh in der Ausbildung eine echte Han-
       kenbeuge.

 |22|Eine sehr schöne Pesade - die Vollendung der Versammlung bzw.
          der Hankenbeuge. Für diese Lektion ist eine korrekte Piaffe die
          Voraussetzung. Die Vorderbeine dürften noch etwas mehr geschlos-
           sen sein.

Es ist darauf hinzuweisen, dass das Pferd auf jedem Bild eine unbedingte Losgelassenheit, Lockerheit und Zufriedenheit zeigt, bei schwungvollen und raumgreifenden Bewegungen.
Da es sich hier nicht um ein talentiertes Dressur-Pferd handelt, sondern um ein mittelmäßiges kleines Springpferd mit etlichen Mängeln im Inte-
rieur und Exterieur zeigt sich, dass man im System der Natürlichen Aus-
bildungs-Methode auch ein eher untalentiertes, schwieriges Pferd nicht nur unbedingt rittig machen kann -, sondern ihm auch Lektionen der Hohen Schule beibringen kann.

Viele Reiter sind zwar sehr motiviert, es fehlt ihnen aber ein gundlegen-
des Wissen über die körperlichen und psychischen Zusammenhänge beim Pferd. Und aufgrund dieser Unwissenheit entstehen viele Fehler in der Ausbildung und beim Reiten, die immer auf Kosten des Pferdes gehen - und einen dauerhalten Erfolg verhindern.
Diese Ausbildungs-Methode hat nicht nur die Lösungen für die aktuellen Probleme, sondern der Reiter ist auch nie festgefahren.
Das  Geniale und Vollständige dieser Ausbildungs-Methode zeigt sich immer dann, wenn der Reiter sie konsequent umsetzt.


                      Der Nutzen und die Notwendigkeit einer Sache
                      machen sie uns wertvoll, egal wie wir sie benennen.

                     Viele Reiter wollen jedoch in ihrer Unwissenheit
                     verharren, weil ihnen diese vertraut und bequem ist.

                              "Man kann die Wahrheit nicht ins Feuer
                                werfen, sie ist das Feuer"           
                                                               Dürrenmatt

                                                      

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